Sanddorn - regionales Superfood - Titel - BellsWelt

Sanddorn – regionales Superfood

Welche Frucht hat mehr Vitamin C als eine Citrusfrucht in sich? Richtig: Der Sanddorn. Die orangefarbenen Beeren schenken uns circa 10-mal mehr Vitamin C als die Zitronen. Darüber hinaus ist Sanddorn ein guter Lieferant für Vitamin E, für wichtige Mineralstoffe und sogar für Vitamin B12, was sonst nur in tierischen Produkten vorkommt. Erfahren Sie hier alles Wichtige über Sanddorn – regionales Superfood.

Herkunft

Der Sanddorn, auch als Fasanenbeere, Haffdorn, Seedorn und „Zitrone des Nordens“ bezeichnet, gehört zu den Ölweidengewächsen und stammt ursprünglich aus Nepal. In der tibetischen Medizin wird der Sanddorn als kraftspendende Heilpflanze seit tausenden von Jahren eingesetzt. Auch die Reiter des mongolischen Herrschers Dschingis Khan sollen sich und ihre Pferde mit den kraftspendenden Beeren gestärkt haben.

Der Sanddorn liebt sandigen Boden und daher ist es nicht verwunderlich ihn an der Ostseeküste anzutreffen und dort wird er auch auf vielfältige Weise angeboten.

Sanddorn – regionales Superfood

Superfoods sind seit einigen Jahren voll im Trend – egal ob es sich um die Exoten Chia-Samen oder Gojibeeren handelt. Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt in diesem Fall auch sehr nahe. Einheimische oder regionale Superfoods gibt es auch: Sanddorn! In diesem Zusammenhang lesen Sie meinen Vergleich Chia-Samen und Leinsamen.

Die Erforschung der Inhaltsstoffe haben gezeigt, dass die Sanddornbeeren antibakterielle, entzündungshemmende, zell—und leberschützende Eigenschaften haben. Diese stärken das Immunsystem, mindern den Stress und einiges mehr (1).

Betrachten wir im Folgenden die ganzen Vorteile für unsere Gesundheit durch den Verzehr von Sanddorn. Für den optimalen Energieschub isst man sie am besten direkt vom Strauch oder trinkt frisch gepressten Saft. Natürlich schmeckt der Sanddorn auch als Marmelade, Sirup, im Dessert oder in warmen Gerichten. Da wir gerade beim Genießen sind, habe ich noch ein paar leckere Rezeptideen für Euch:

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Sanddornlimonade (c)BellsWelt

Sanddorn – regionales Superfood stärkt das Immunsystem

In meinem Beitrag über das Vitamin C habe ich dargelegt, welche Aufgaben das Vitamin C im Körper übernimmt und da Sanddorn ungefähr 10-mal mehr Vitamin C als Zitronen hat, verwundertes nicht, dass das Immunsystem gestärkt wird. Damit kann man mit Sanddorn Erkältungen vorbeugen beziehungsweise bei bestehenden Erkrankungen die Krankheitsdauer verkürzen.

Sanddorn – regionales Superfood gegen das Altern

Und schon sind wir wieder bei meinem Lieblingsthema den Antioxidantien. Vitamin C – auch Ascorbinsäure genannt – ist ein starkes Antioxidans. Im Zusammenspiel mit den ebenfalls enthaltenen Flavonoiden werden freie Radikale unschädlich gemacht. Freie Radikale können, einfach ausgedrückt, den Alterungsprozess von Zellen beschleunigen und dies möchte natürlich niemand von uns. Hierzu fällt mir gerade die Frage ein: Kann man Sanddorn als natürliches Botox bezeichnen?

Sanddorn – regionales Superfood hemmt das Krebswachstum

Was für die Schönheit gilt, gilt auch für die Entwicklung oder nicht Entwicklung von Krebszellen. Diese werden durch Antioxidantien auch am Wachstum gehindert. Auch wenn sich bereits Tumore im Körper gebildet haben, kann Sanddorn immer noch gute Dienste leisten. Studien haben gezeigt, dass Sanddorn das Wachstum von Krebszellen hemmen kann (2). Die Nebenwirkungen einiger Chemotherapie Medikamente lassen sich mit Sanddorn lindern.

Sanddorn – regionales Superfood prima Magenschutz

Die Sanddornbeeren regen die Verdauung an. Aber das ist noch nicht alles. Der Sanddorn enthält relativ viel Fett und diese Fettsäuren verhindern auch eine Übersäuerung und Sodbrennen, denn sie legen sich quasi wie ein Schutzfilm über die Magenschleimhaut (3).

Sanddorn – regionales Superfood steigert die Leistungsfähigkeit

Der Sanddorn ist eine der wenigen pflanzlichen Vitamin B12 Quellen (4). Die enthaltenen Mengen sind jedoch Witterungs- und Standortabhängig. Vitamin B12, auch als Energie-Vitamin, bezeichnet steigert die körperliche Leistungsfähigkeit. Es soll sogar das Risiko für depressive Verstimmungen senken. In Verbundenheit mit den Vitaminen B1 und B6 werden auch noch die Nerven gestärkt.

Sanddorn – regionales Superfood für Abnehmwillige

Auch beim Abnehmen soll Vitamin B12 verantwortlich zeichnen. Studien haben gezeigt, dass Sanddorn (Vitamin B12) die Lust auf Süßes reduziert, und zwar deutlich. Weniger Lust auf Süßes, weniger Kalorien! Dieser „Lustabbau“ gilt auch für Koffein und Nikotin. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, sollte zum Sanddorn Saft greifen.

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Sanddorn

Sanddorn – regionales Superfood für die Herzgesundheit

Die Stärkung der Herzgesundheit erfolgt durch ein Zusammenspiel von Beta-Carotin, Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und Mineralstoffen.    

Beta- Carotin, die Vorstufe des „Augenvitamins“ Vitamin A, in Verbindung mit Flavonoiden verbessern die Funktion der Blutgefäße. Dies natürlich in Zusammenarbeit der vorhandenen Vitalstoffe, die da sind:

  • Vitamin K: Wichtig für die Blutgerinnung, den Knochenstoffwechsel und wirkt der Gefäßverkalkung entgegen.
  • Vitamin E: Wirkt entzündungshemmend und antioxidativ, stärkt das Immunsystem und schützt vor Krebs.
  • Kalium: Trägt wesentlich zur Funktionsfähigkeit unserer Zellen, Muskeln und des Nervensystems bei.
  • Calcium: Calcium ist wesentlich am Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen beteiligt und spielt außerdem eine wichtige Rolle bei den Enzym-Aktivitäten im Körper.
  • Magnesium: Der Mineralstoff aktiviert wichtige Enzyme und ist für Muskeln, Herz, Bindegewebe und Energiegewinnung unentbehrlich.
  • Kupfer: Das Spurenelement ist an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt und schützt vor Infektionen.

All dies stärkt die Herzgesundheit und das Beta-Carotin, umgewandelt vom Körper zu Vitamin A, schützt die Augen, damit Sie noch viele meiner Beiträge lesen können.

Sanddorn – regionales Superfood: Fazit

Wird Sanddorn dem „Titel“ Superfood gerecht? Diese Frage ist meines Erachtens mit einem eindeutigen Ja zu beantworten.

Ob frisch, getrocknet, als Saft oder als Tee, Sanddorn ist immer eine Bereicherung für den Speisezettel und natürlich für unseren Körper.

Sanddorn das antioxidative Kraftpaket oder die Zitrone des Nordens wird traditionell bei folgenden Krankheitsbildern eingesetzt (Liste nicht abschließend):

  • Appetitlosigkeit
  • Burnout und Müdigkeit
  • Verdauungsprobleme
  • Schleimhautentzündungen
  • Geschwüre
  • Grippale Infekte
  • Grippe
  • Gicht
  • Herzproblemen
  • Akne
  • Hautausschlag
  • Neurodermitis
  • Verbrennungen
  • Zahnfleischbluten
  • Vitaminmangel

Frisch ist Sanddorn bei uns nur schwer zu bekommen, was auch daran liegt, dass die Beeren im rohen Zustand sehr sauer schmecken und kaum genießbar sind. Wer Glück hat, findet sie als Tiefkühlkost in russischen Lebensmittelmärkten. In Drogerien oder Reformhäusern gibt es die Beeren in Form von Sanddornmus, -mark oder -saft. Da der Saft meist hochkonzentriert ist, genießt man ihn am besten verdünnt als Schorle. Das Mus oder Mark lässt sich bestens unter Milchprodukte wie zum Beispiel Quark oder Joghurt sowie unter Süßspeisen wie Milchreis mischen.

 Bleiben oder werden Sie gesund!

  1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21963559/
  2. https://rosdok.uni-rostock.de/file/rosdok_disshab_0000000970/rosdok_derivate_0000005061/Dissertation_Oppermann_2013.pdf
  3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22558083/
  4. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23782218/
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3693724/
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