Antioxidantien – Schutz gegen freie Radikale

Pflanzenbasierte Ernährung - Heidelbeeren - BellsWelt
Heidelbeeren© BellsWelt

Sie bewahren uns vor Krankheiten, stärken unser Immunsystem und lassen unsere Haut strahlen: Antioxidantien. Sie schützen unsere Zellen, indem sie die gefährlichen freien Radikalen neutralisieren. Erfahren Sie in diesem Beitrag alles Wichtige über Antioxidantien – Schutz gegen freie Radikale.

Freie Radikale

Im Zusammenhang mit unserem Immunsystem und unserer Gesundheit taucht immer wieder ein Begriff auf: freie Radikale. Was sind freie Radikale?

Ich versuche jetzt einmal mit meinen Worten zu erklären, was freie Radikale sind und wie sie entstehen. In erster Linie sind es normale Stoffwechselprodukte, die bei allen Stoffwechselvorgängen des Körpers unter Sauerstoffbeteiligung entstehen. Ein Molekül bricht aus welchem Grund auch immer auseinander. Plötzlich fehlt diesem Molekül ein Elektron und aus einem ruhigen Molekül wird ein aggressives. Das instabile Molekül versucht mit allen Mitteln sein Gleichgewicht wieder zu erlangen und entreißt einem anderen Molekül ein Elektron. Und so entsteht eine Kettenreaktion die letztendlich zu einer sehr großen Menge freier Radikale führt und es zu Zellschäden kommen kann.

Gute und schlechte freie Radikale?  

Gibt es gute und schlechte freie Radikale? Nein, ist die eindeutige Antwort, aber der Körper braucht sie auch. Sie erfüllen eine wichtige Aufgabe in unserem Immunsystem, denn sie helfen dabei eindringende Bakterien und Viren zu bekämpfen. So weit so gut, es wird erst gefährlich, wenn es im Körper zu viele freie Radikale gibt, dann spricht man von oxidativem Stress.

Antioxidantien – Schutz gegen freie Radikale - Kurkuma - BellsWelt
Kurkuma (c) BellsWelt

Welche Schäden verursachen freie Radikale im Körper?

Freie Radikale sind, wie schon oben beschrieben, sehr aggressiv. Sie greifen gesunde Zellen an und dadurch kann sich die Zellstruktur verändern.

Den freien Radikalen werden folgende gesundheitlichen Folgen auf den menschlichen Körper nachgesagt, wenn sie in großen Mengen auftreten:

  • Schwächung des Immunsystems
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden begünstigen
  • Vorzeitige Hautalterung fördern
  • Krebserkrankungen begünstigen
  • Entzündliche Krankheiten wie Rheuma fördern.

Wie kommen sie aber in unseren Körper?

Freie Radikale werden ständig in unserem Körper gebildet, weil wir sie ja auch benötigen. Aber die nachfolgenden Faktoren begünstigen eine unnötige Überzahl und damit den oxidativen Stress:

  • Hitze und UV-Strahlung
  • Autoabgase
  • Drogen
  • Nikotin
  • Alkoholmissbrauch
  • Stress, durch Arbeit oder Familie
  • Leistungssport
  • Entzündungen im Körper durch Infektionen
Antioxidantien – Schutz gegen freie Radikale - Gerösteter Brokkoli - BellsWelt
Gerösteter Brokkoli (c) BellsWelt

Antioxidantien – Schutz gegen freie Radikale

Jetzt kommen wir endlich zu meinen geliebten Antioxidantien, den Radikalenfängern. Warum nennt man sie Radikalenfänger? Antioxidantien sind bildlich gesprochen sehr großzügig. Stehen sie im Körper einer freien Radikalen gegenüber, geben sie sofort ein Elektron ab und somit ist das radikale Molekül wieder ruhiggestellt.

Ein Beispiel das jeder von uns kennt. Schneidet man einen Apfel auf, dann reagiert der Apfel innerhalb kürzester Zeit mit dem Sauerstoff der Luft und wird braun. Diesen Vorgang nennt man Oxidation. Wie kann man diese Oxidation verhindern? Jede Hausfrau kennt die Antwort: Zitronensaft. Ein paar Tropfen Zitronensaft über den Apfel geben und er wird nicht braun. Warum? Der Zitronensaft enthält Vitamin C und dieses ist ein starkes Antioxidans. Das Vitamin C beruhigt die Situation und der Apfel wird nicht braun.

Was sind Antioxidantien?

In der Auseinandersetzung des Körpers mit überflüssigen freien Radikalen bekommt der Körper Unterstützung von Antioxidantien. Darunter versteht man Stoffe, die der Körper selbst bilden kann oder die er über die Nahrung aufnehmen kann. Dies sind zum Beispiel Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, die eine antioxidative Wirkung haben sollen.

Gehen wir noch einmal zurück zu dem Apfel. Das Vitamin C als Antioxidans hemmt die Oxidation oder beendet sie.

Die nachfolgend aufgeführten Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe gelten als starke Antioxidantien:

  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Zink
  • Selen
  • Carotinoide
  • Polyphenole

Wie schütze ich meinen Körper vor den freien Radikalen?

Eine ausgewogene Ernährung nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist schon vereinfacht die halbe Miete. Ernähren Sie sich abwechslungsreich oder anders ausgedrückt: Essen Sie bunt. Obst, Gemüse, Nüsse, Kräuter, grüner Tee sind gute Lieferanten von Antioxidantien.

Kochen Sie so oft wie es geht selbst und meiden Sie hochverarbeitete Lebensmittel. Vermeiden Sie:

  • Hitze und UV-Strahlung
  • Autoabgase
  • Drogen
  • Nikotin
  • Alkohol
  • Stress, lernen Sie Entspannungstechniken
Antioxidantien – Schutz gegen freie Radikale -Bunte Vielfalt- BellsWelt
Bunte Vielfalt (c) BellsWelt

Antioxidantien – Schutz gegen freie Radikale und der ORAC-Wert

Die Antioxidantien sind lebenswichtig für unsere Gesundheit, sie schützen unsere Zellen und unseren Organismus vor Schadstoffe. Der Körper kann die Radikalenfänger selbst herstellen, aber gegen eine Unterstützung hat er nichts einzuwenden. Am besten ist eine Ernährung mit Lebensmitteln, die einen hohen ORAC-Wert haben.

Der ORAC-Wert ist eine Möglichkeit den Gehalt an Antioxidantien in Lebensmitteln einzuordnen.

Was ist der ORAC-Wert?

Die englische Abkürzung ORAC steht für „Oxygen Radical Absorbance Capacity“ und ist eine Möglichkeit die antioxidativen Eigenschaften von Lebensmitteln messbar und vergleichbar zu machen.

Er zeigt also an, wie gut freie Radikale neutralisiert werden können. 

An dieser Stelle könnte ich Euch jetzt mit Zahlen zu schütten. Und zwar mit den Zahlen der ORAC-Werte über die einzelnen Lebensmittel. Ich möchte Euch damit nicht langweilen, wer möchte findet diese Zahlen sehr leicht im Netz.

Ich möchte Euch an dieser Stelle nur eine Übersicht der Lebensmittel mit den höchsten antioxidativem Potential geben.

Tipps zu Lebensmitteln mit einem guten antioxidativen Potential

Bei pflanzlichen Lebensmitteln, wie Obst, Gemüse und Beeren kann die Farbe schon auf einen hohem Antioxidantien-Gehalt hinweisen. Besonders intensive Farben weisen also oft schon auf eine hohe Nährstoffdichte hin.

Reife dunkelrote, violette, blaue und dunkelgrüne Farben sind Anzeichen für enthaltene Antioxidantien. Erinnern Sie sich an den obigen Satz: Essen Sie Bunt. Genau dies ist damit gemeint, vor allem vor dem Hintergrund, dass die obige Aufstellung der Spitzenreiter noch fortgesetzt werden kann, mit:

Diese Aufzählung ist nicht abschließend und sollte nur ein Gefühl für Lebensmittel mit antioxidativem Potential vermitteln. Ein Beispiel für eine sehr leckere Verwendung von Brokkoli findet Ihr in dem Video.

Antioxidantien – Schutz gegen freie Radikale: Fazit

Wie so oft im Leben gilt es auch hier das gesunde Gleichgeweicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien zu halten. Beide erfüllen wichtige Aufgaben in unserem Körper und können in zu großer Menge negative Folgen haben.

Eine gesunde Ernährungsweise nutzt der Körper, um diese Balance allein herzustellen. Wir sollten auf eine ausgewogene, bunte Ernährung achten, angemessene sportliche Aktivitäten und Entspannung in unser Leben einbauen und die unnötigen Belastungen des Körpers durch zum Beispiel Rauchen und Trinken weglassen.

Antioxidantien – Schutz gegen freie Radikale -Entspannung - BellsWelt
Entspannung (c) BellsWelt

Bleiben und werden Sie gesund!