Süßkartoffeln – großartige Knollen

Die Power-Knolle: Gesunde Nährstoffe und großartiger Geschmack

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Süßkartoffeln sind in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken und gehören zu den gesündesten und vielseitigsten Lebensmitteln. Mit ihrem unvergleichlichen Geschmack und den zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen überzeugen sie immer mehr Menschen. In diesem Beitrag entdecken Sie, warum Süßkartoffeln Ihr neues Lieblingsgemüse werden könnten und welche Möglichkeiten es gibt, sie in Ihren Alltag zu integrieren. Erfahren Sie alles Wichtige über Süßkartoffeln – großartige Knollen.

Herkunft

Botanisch gesehen sind Süßkartoffeln (Ipomoea batatas), auch Batate, Weiße Kartoffel oder Knollenwinde genannt,  eine Pflanzenart aus der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). Ihre geografische Heimat liegt in Südamerika, genauer gesagt in Zentral- und Südamerika, wo sie bereits seit Tausenden von Jahren kultiviert werden.

Süßkartoffeln wurden im 16. Jahrhundert von spanischen Konquistadoren nach Europa gebracht. Von dort aus wurden sie in andere Teile der Welt, einschließlich Afrika und Asien, verbreitet. Heute werden Süßkartoffeln in vielen Teilen der Welt angebaut und genossen. Der größte Produzent von Süßkartoffeln ist die Volksrepublik China.

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Süßkartoffeln im Handel (c)BellsWelt

Süßkartoffeln – großartige Knollen: Inhaltsstoffe und Nährwerte

Die Süßkartoffeln sind reich an Nährstoffen und haben ein breites Spektrum an gesunden Inhaltsstoffen. Hier sind einige wichtige:

  • Kohlenhydrate: Süßkartoffeln sind eine ausgezeichnete Quelle für komplexe Kohlenhydrate, die langsam verdaut werden und Ihnen länger Energie geben.
  • Vitamin A: Eine Portion Süßkartoffel deckt bereits den täglichen Bedarf an Vitamin A, das wichtig für die Augengesundheit und das Immunsystem ist.
  • Vitamin C: Süßkartoffeln enthalten ebenfalls hohe Mengen an Vitamin C, das wichtig für die Kollagenbildung und das Immunsystem ist.
  • Ballaststoffe: Süßkartoffeln sind eine gute Quelle für Ballaststoffe, die bei der Verdauung helfen und das Sättigungsgefühl verbessern.
  • Antioxidantien: Süßkartoffeln enthalten Antioxidantien wie Beta-Carotin und anthocyanische Pigmente, die vor freien Radikalen schützen und die Gesundheit fördern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Süßkartoffeln eine gesunde und nährstoffreiche Wahl für eine ausgewogene Ernährung sind.

Vergleich der Nährwerte Süßkartoffel – Kartoffel

Süßkartoffeln sind eigentlich keine Kartoffeln, auch wenn sie in der Erde wachsen und Knollen bilden. Die üblichen Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen und die Süßkartoffeln sind Windengewächse, die damit zu einer ganz anderen botanischen Familie gehören. Gleichwohl sollten wir einen Nährwerte Vergleich machen, da beide ähnlich in der Küche eingesetzt werden.

Süßkartoffeln und Kartoffeln haben ähnliche Nährwertprofile, jedoch gibt es auch einige Unterschiede:

  • Süßkartoffeln enthalten mehr Kohlenhydrate als Kartoffeln, jedoch sind diese Kohlenhydrate in Form von komplexen Kohlenhydraten, die langsam verdaut werden und Ihnen länger Energie geben. Kartoffeln enthalten hingegen mehr einfache Kohlenhydrate.
  • Die Knollenwinden enthalten signifikant mehr Vitamin A als Kartoffeln.
  • Süßkartoffeln enthalten deutlich mehr Vitamin C als Kartoffeln.
  • Bataten sind eine gute Quelle für Ballaststoffe, während Kartoffeln einen niedrigeren Ballaststoffgehalt haben.
  • Süßkartoffeln enthalten mehr Antioxidantien als Kartoffeln.
  • Nur bei der glykämischen Last und dem glykämischen Index haben die Kartoffeln die Nase vorn.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Süßkartoffeln insgesamt ein höheres Nährstoffprofil als Kartoffeln aufweisen. Allerdings können beide Lebensmittel einen wichtigen Teil einer ausgewogenen Ernährung darstellen. Es ist wichtig, beide in moderaten Mengen zu genießen, um von ihren Nährstoffen zu profitieren.

Süßkartoffeln – großartige Knollen: Gesunde Eigenschaften

Bataten haben viele gesundheitliche Auswirkungen, beispielsweise auf den Blutzuckerspiegel, das Immunsytem und andere, die wir im Folgenden betrachten werden.

Antioxidantien

Süßkartoffeln enthalten hohe Konzentrationen an Antioxidantien, insbesondere Beta-Carotin und anthocyanische Pigmente. Diese Antioxidantien schützen den Körper vor Schäden durch freie Radikale und tragen zur Gesunderhaltung bei. Antioxidantien wirken im Körper vorbeugend gegen Entzündungen und damit auch gegen Probleme, die auf Entzündungen zurückzuführen sind, wie zum Beispiel Arthritis, Asthma, Gicht und andere Leiden.

Blutzuckerspiegel

Die komplexen Kohlenhydrate in Süßkartoffeln werden langsam verdaut und können den Blutzuckerspiegel stabilisieren. Dies kann besonders für Menschen mit Typ-2-Diabetes von Vorteil sein.

Ballaststoffe

Bataten sind eine gute Quelle für Ballaststoffe, die helfen, die Verdauung zu regulieren und das Sättigungsgefühl zu verbessern. Alle Abnehmwillige wird dies erfreuen. Ganz besonders ballaststoffreich sind die Süßkartoffeln, wenn sie mit Schale genossen werden. Sie wirken sich auch schützend in Bezug auf Darmkrebs aus.  

Immunsystem

Süßkartoffeln enthalten hohe Konzentrationen an Vitamin C, das für die Funktion des Immunsystems wichtig ist. Aber auch die sekundären Pflanzenstoffe in der weißen Kartoffel stärken ganz nebenbei das Immunsystem.

Herz-Kreislaufsystem

Die hohen Anteile an Vitamin A und C, sowie Kalium und Magnesium, tragen zur Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems bei. Zum Beispiel kann das reichlich vorhandene Kalium dabei helfen Herzinfarkte und Schlaganfälle zu vermeiden. Kalium reguliert außerdem den Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt des Körpers und stabilisiert aus dieser Weise den Blutdruck und stärkt allgemein die Herzgesundheit.

Stress

Süßkartoffeln können helfen, Stress zu reduzieren, da sie den Blutzuckerspiegel stabilisieren und dazu beitragen, dass Sie sich länger satt und zufrieden fühlen.

Süßkartoffeln – großartige Knollen -Marktstand mit Süßkartoffeln - BellsWelt
Marktstand mit Süßkartoffeln

Süßkartoffeln – großartige Knollen: Blau- und Oxalsäure

Man hört und liest immer wieder, dass die Bataten Blau- und Oxalsäure enthalten sei. Stimmt dies?

Ja, es ist richtig, dass Süßkartoffeln sowohl Blausäure als auch Oxalsäure enthalten können. Blausäure und Oxalsäure sind natürliche Verbindungen, die in vielen pflanzlichen Lebensmitteln – Maniok, Bittermandeln – vorkommen.

Blausäure kann in hohen Konzentrationen giftig sein und bei Verzehr großer Mengen kann sie zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Atembeschwerden und sogar zu Krämpfen und Lähmungen führen. Dies tritt jedoch nur selten auf, da normalerweise nur geringe Mengen an Blausäure in Lebensmitteln vorkommen. So ist es auch bei den Süßkartoffeln. Sie können geringe Mengen an Blausäure enthalten, jedoch nicht mehr in toxikologisch relevanten Mengen. In der Literatur habe ich keine Angaben zum konkreten Blausäuregehalt gefunden.

Oxalsäure kann zu Problemen führen, wenn sie in großen Mengen aufgenommen wird, insbesondere bei Menschen mit Nierenproblemen oder einer Vorbelastung. Es kann jedoch auch gesund sein, da es eine Rolle bei der Entgiftung des Körpers spielt und wichtig für die Aufnahme von Calcium ist.

Wichtig zu beachten ist, dass die meisten Menschen keine Auswirkungen von Blausäure oder Oxalsäure bei normalem Verzehr von Süßkartoffeln haben werden. Es ist jedoch wichtig, den Verzehr von Süßkartoffeln im Kontext einer ausgewogenen Ernährung zu betrachten und bei Bedenken oder Vorerkrankungen einen Arzt zu konsultieren.

Süßkartoffeln – großartige Knollen in der Küche

In der Küche ist die Süßkartoffel vielseitig einsetzbar. Sorten mit rotfleischigen Knollen sind sowohl hinsichtlich der Kocheigenschaften als auch ihrer Aromen am besten. Die Knollen werden ähnlich wie Kartoffeln in gewaschenem und gegebenenfalls geschältem Zustand gekocht, gebacken, frittiert, überbacken oder gebraten. Die ungeschälte Zubereitung im Ofen ist ebenso möglich. Der Geschmack bleibt dabei gut erhalten. 

Süßkartoffeln – großartige Knollen: Fazit

Die vielfältige Süßkartoffel sollte auf keinem gesunden Speiseplan fehlen. Sie ist ein vitamin- und nährstoffreiches Multitalent und überzeugt nicht nur mit Vitalstoffen, sondern auch mit ihrem großartigen Geschmack.  

Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sorgen für eine Senkung des Blutzuckerspiegels beziehungsweise helfen dabei, Blutzuckerspitzen zu reduzieren.

Aufgrund des niedrigen glykämischen Index steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr weniger schnell an und man verspürt erst später wieder Hunger.

Die enthaltenen Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe stärken das Immunsystem, Kalium stärkt die Herzgesundheit.

Meine persönlichen Lieblinge, die in den Bataten reichlich vorhanden sind, darf ich nicht vergessen. Antioxidantien wirken im Körper vorbeugend gegen Entzündungen und damit auch gegen Probleme, die auf Entzündungen zurückzuführen sind, wie zum Beispiel Arthritis, Asthma, Gicht und andere Leiden.

Bleiben oder werden Sie gesund!