Petersilie-Er&Ge

Petersilie-das natürliche und preiswerte Nahrungsergänzungsmittel

Viele von uns kennen die Petersilie als Dekoration auf dem Teller, meist lässt man sie sogar liegen. Vielleicht war dann die Petersilie sogar das gesündeste auf dem Teller. Aber jetzt einmal Scherz bei Seite, die Petersilie wird von vielen als Naturheilmittel nicht wahrgenommen. Dabei steckt sie wie kaum ein anderes Kraut so voller gesunder Inhaltsstoffe, dass sie die meisten Nahrungsergänzungsmittel überflüssig macht und daher sage ich: Petersilie-das natürliche und preiswerte Nahrungsergänzungsmittel.

Herkunft der Petersilie

Ursprünglich stammt die Petersilie aus dem Mittelmeerraum und gedieh insbesondere in den nordafrikanischen Ländern, bevor sie sich weiter in den Norden ausbreitete.

In der Antike wurde die Petersilie als Heilpflanze geschätzt, bei den Griechen war sie sogar heilig, und sie galt unter anderem als aphrodisierend, harntreibend und verdauungsfördernd.

Inzwischen wird die Petersilie weltweit angebaut, allerdings weniger als Heilpflanze, sondern hauptsächlich als Gewürzpflanze. 

Petersilie in der Küche

Die Petersilie gehört zur Familie der Doldenblütler. Wir kennen und verwenden in der Regel die Blattpetersilie, die es in zwei Varianten gibt: mit krausen und glatten Blättern.

Der Geschmack der glatten Petersilie ist intensiv und etwas stärker als der Geschmack der krausen Petersilie, die dekorativer aussieht. Die glatte Petersilie lässt sich einfacher waschen, da die krausen Blätter hervorragende Verstecke für Insekten bieten.

Petersilienpflanze

Petersilie, ob glatt oder kraus, wächst im Garten genauso gut wie in Töpfen auf dem Balkon und sogar auf der Fensterbank. Die Kräuterecke auf der Fensterbank sieht nicht nur gut aus, sondern liefert in sekundenschnelle frische Kräuter mit ihren gesunden Inhaltsstoffen und viel Geschmack.

Einkauf

Auch bei der Petersilie spielt die Frische eine große Rolle, je frischer umso höher der Genuss und die Menge der Inhaltsstoffe ist auch größer. Achten Sie bitte beim Kauf auf frische und tiefgrüne Blätter.

Lagerung

Haben Sie Petersilie im Bund gekauft haben, sollten Sie diese zu Hause am besten gleich unter Wasser abspülen, trocken schütteln und verbrauchen. Das macht man meistens aber nicht, sondern man muss die Petersilie bis zum Verbrauch lagern. Dazu die Petersilie feucht und locker in einen Gefrierbeutel geben und diesen unverschlossen in das Gemüsefach des Kühlschranks geben, dort hält sie sich mehrere Tage.

Verwendung

Ob zum Frühstück, zum Mittagessen oder zum Abendbrot-Petersilie geht immer. Petersilie passt in Soßen, Suppen, Dips, Pestos und so weiter. Petersilie kann als Gewürz fast alle Speisen aufpeppen. Frische Petersilie sollte erst zum Schluss hinzugefügt werden, getrocknete kann etwas länger mitgekocht werden.

Petersilie hilft gegen Mundgeruch, Knoblauch und Petersilie ergänzen sich hier hervorragend.

Petersilie aufs Brot oder aufs Schulbrot gepackt: lecker und gesund!

Ein schönes Rezept fürPetersilienteefindet Ihr hier.

Verwechslungsgefahr mit Hundspetersilie oder Schierling

Die Petersilie wächst nicht einfach so in der Natur. Wenn Sie in der Landschaft eine Pflanze finden, die sie an Petersilie erinnert, dann erst einmal Finger weg. Es könnte eine Giftpflanze sein.

Optisch ähneln die Blätter der glatten Petersilie den Blättern der Hundspetersilie oder dem Schierling. Beide sind giftig. Es gibt aber ein probates Mittel den Unterschied festzustellen. Das ist der Geruch. Man zerreibt ein Blättchen zwischen den Fingern und wird bei den Doppelgängern keinen leckeren Petersiliengeruch feststellen. Also die Petersilie kaufen oder noch besser, selbst anpflanzen.

Die Inhaltsstoffe der Petersilie

Wie Eingangs schon erwähnt, steckt die Petersilie so voller gesunder Inhaltsstoffe, dass sie die meisten Nahrungsergänzungsmittel überflüssig macht.

Petersilie ist wie alle Kräuter kalorienarm (53 kcal pro 100 g), enthält viel Wasser und wenig Fett. Neben wenig Fett und vielen Ballaststoffen findet man in der Petersilie eine ganze Bandbreite an Vitaminen wie zum Beispiel Vitamin C, E, A, K, und einige B-Vitamine.

Ähnlich gut steht es um den Mineralstoffgehalt der Petersilie, Kalium, Calcium, Chlorid, Phosphor, Magnesium und Natrium sind in relevanten Mengen vorhanden.

Auch die enthaltenen Spurenelemente wie Eisen, Zink, Mangan, Kupfer und Jod sind in ordentlichen Mengen vorhanden.

Petersilie glatt-Er&Ge
Glatte Petersilie

Die Petersilie als Heilpflanze

In der traditionellen Heilkunde vieler Länder gilt die Petersilie schon lange als Heilpflanze.

Schon vor vielen Jahrhunderten hat Hildegard von Bingen die grandiosen Wirkungen der Petersilie erkannt und mit ihrem Petersilien Wein einen Trunk zur Regulierung des Blutdruckes, zur Stärkung des Herzens und zur Vitalisierung des Kreislaufes entwickelt; eine großartige Frau. Siehe auch „Vitamine„.

In der Heilkunde werden Pflanzenbestandteile in Form von Extrakten oder Suden bei Bluthochdruck, Magen- und Darmbeschwerden, Diabetes und Herz- und Nierenerkrankungen eingesetzt (1).

Zahlreiche Studien weltweit haben sich mit den heilsamen Wirkungen der Petersilie befasst. Eine Auswertung vieler Studien ergab eine lange Liste medizinischer Wirkungen der Petersilie. Es wird unter anderem aufgeführt, dass die Petersilie den Blutzuckerspiegel senken, Krämpfe lösen, abführen und antibakteriell wirken kann (1). Weiterhin gilt sie als hochwertiges Antioxidans, bekämpft freie Radikale und oxidativen Stress, eine der Hauptursachen vieler chronischer Erkrankungen (2).

Die Vorteile der Petersilie

Der hohe Vitamin A-Gehalt macht die Petersilie sehr wertvoll für unsere Augen und unsere Haut. Vitamin A hält sie gesund und schön, sie hilft unter anderem gegen Falten und Cellulite.

Die Petersilie, insbesondere die Glatte, enthält reichlich ätherische Öle. Die wichtigsten dieser Öle sind Apiol und Myristicin, ohne diese die Petersilie nicht nach Petersilie schmecken würde und die in der Naturheilkunde als wirksam bei Blasenentzündungen und bei Harnwegserkrankungen eingesetzt werden.

Sie können auch bei Magenschmerzen helfen und einen gereizten Darm beruhigen. Weiterhin lindern sie Sodbrennen, Völlegefühl und Blähungen.

Petersilie schützt die Lunge vor krebserregenden Stoffen: dies ist wohl eine ihrer bemerkenswertesten Eigenschaften: Die Kraft, giftige Substanzen aus Rauch und Qualm zu neutralisieren. Das liegt vor allem an den einzigartigen ätherischen Ölen Myristicin und Apiol. So macht sie nachweislich einen Teil des Zigarettenrauchs unschädlich und lindert obendrein das Verlangen, sich gleich einen weiteren Glimmstängel anzuzünden. Gerade Raucherinnen und Raucher sollten deshalb beherzt zugreifen und sich einen extra Löffel über die Suppe streuen. Überhaupt schützen die vielen Antioxidantien vor unkontrollierten Zellwachstum speziell auf der Lunge. Zumindest was das Vorbeugen von Krebs betrifft, ist in diesem Fall tatsächlich ein Kraut gewachsen.

Das reichlich vorhandene Vitamin E schützt die Zellen vor schädlichen freien Radikalen.

Der hohe Vitamin C Gehalt stärkt das Immunsystem und hält uns fit.

Die Nachteile der Petersilie

Menschen mit einer Nierenerkrankung oder Herzrhythmusstörungen sollten auf Petersilie verzichten, weil ihnen das Apiol schaden kann. Dies gilt auch für Schwangere, weil Apiol die Gebärmutter beeinflussen kann, Wehen auslösen oder verstärken kann. Sprechen Sie auf jeden Fall mit dem Arzt des Vertrauens.

Zusammenfassung

Ist die Petersilie ein Superfood und steht in einer Reihe mit Goji und Chia Samen? Eindeutig ja!

Die Petersilie steckt so voller gesunder Inhaltsstoffe, dass wir uns nicht in weiter Ferne nach gesunden Lebensmitteln umschauen müssen. Schon Goethe sagte in seiner großen Weisheit: “Warum in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah.“

Seit Jahrhunderten nutzen wir Lebensmittel die reich an Mineralstoffen und Vitaminen sind und die so zu unserer Gesundheit oder der Gesundheit unserer Vorfahren beigetragen haben, warum sollten wir jetzt auf einmal auf die Exoten abfahren? Ich werde weiterhin meine geliebte Petersilie verzehren und mit frischem Atem durch die Welt gehen😉.

Quellen

  1. Mohammad Hosein Farzaei, Zahra Abbasabadi, Mohammad Reza Shams Ardekani, Roja Rahimi, Fatemeh Farzaei, „Parsley: a review of ethnopharmacology, phytochemistry and biological activities“, Journal of Traditional Chinese Medicine, 2013, Volume 33, Issue 6:815-826.
  2.  Nielsen, S., Young, J., Daneshvar, B., Lauridsen, S., Knuthsen, P., Sandström, B., & Dragsted, L. (1999). Effect of parsley (Petroselinum crispum) intake on urinary apigenin excretion, blood antioxidant enzymes and biomarkers for oxidative stress in human subjects. British Journal of Nutrition, 81(6), 447-455.

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