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Sauerkirschen im Bio Anbau (c)BellsWelt

Kirschen – gesunder Genuss

Kirschen, optisch ein schöner Anblick, schmecken sensationell und versüßen uns den Sommer. Sie sind sehr reich an sekundären Pflanzenstoffen, wirken gegen freie Radikale und Entzündungen. Die Kirsche wird schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze geschätzt. Erfahren Sie alles Wichtige über Kirschen – gesunder Genuss.

Herkunft

Die Wildkirsche existierte bereits in der Jungsteinzeit in Asien und den gemäßigten Klimazonen Europas. Die uns heute bekannte Form der kultivierten Kirsche war ursprünglich in der Gegend rund um das Schwarze Meer angesiedelt und wurde von römischen Soldaten vor Christi Geburt nach Italien gebracht.

Die Kirsche gehört zur Familie der Rosengewächse und sie zählt zum Steinobst. Erst seit Ende des 18. Jahrhunderts unterscheidet man zwischen Süß- und Sauerkirschen. Süßkirschen werden in Herz- und Knorpelkirschen unterteilt. Die Sorte, die wir im Supermarkt kaufen, ist die Knorpelkirsche. Sie ist besonders knackig und hat festes Fruchtfleisch, weshalb sie sich gut transportieren lässt. Das Fruchtfleisch der Herzkirsche ist weicher.

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Genuss pur

Kirschen – gesunder Genuss

Weder gehören Süßkirschen oder Sauerkirschen zu den zuckerarmen Früchten noch ist ihr Vitamin- und Mineralstoffgehalt atemberaubend. Dennoch gelten die roten Genussbomben als sehr gesund. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Kirschen eine besonders gute Quelle für sekundäre Pflanzenstoffe sind.

Kirschen – gesunder Genuss voller Sekundäre Pflanzenstoffe

Wie ich schon in meinem Beitrag über sekundäre Pflanzenstoffe dargelegt habe, sind diese von der Zahl und den gesundheitlichen Vorteilen für unseren Körper sehr vielfältig.

In der Kirsche vorkommende sekundäre Pflanzensstoffe sind zum Beispiel Chlorogensäuren. In Studien ist nachgewiesen, dass diese Naturstoffe eine antioxidative Wirkung – mein Lieblingsthema – haben, nach Mahlzeiten die Aufnahme von Zucker ins Blut hemmen und Diabetes entgegenwirken. Zudem wirken Chlorogensäuren blutdrucksenkend und krebsfeindlich, können bei Magengeschwüren und Leberentzündungen hilfreich sein und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken (1).

Des Weiteren schenkt die Kirsche uns Flavonoide wie z. B. Anthocyane, Catechine, Quercetin und Kämpferol wirken gegen freie Radikale, Entzündungen, Bakterien sowie Viren und schützen das Herz.

Untersuchungen (2) haben gezeigt, dass Lebensmittel, die viele Flavonoide enthalten, im Hinblick auf Tumorerkrankungen – Magen-, Darm-, Brust- und Prostatakrebs – eine vorbeugende Wirkung haben.

Jede junge Kirsche, gleich welcher Sorte, ist grün. Rot leuchten die Früchte erst dann, wenn sie reifen. Bei diesem Prozess wird das Blattgrün nach und nach von Farbstoffen überlagert, die als Anthocyane definiert werden. Sie gehören zu den wichtigsten sekundären Pflanzenstoffen der Kirsche.

Türkische Forscher haben verschiedene Kirschsorten untersucht und dabei festgestellt, dass rote Kirschen mehr Anthocyanen enthalten als gelbe Sorten. Je dunkler das Rot, desto höher ist der Anthocyan Gehalt und somit die antioxidative Kraft.

Die farbgebenden Anthocyane aus Kirschen verlangsamen die Aufnahme von Kohlenhydraten im Blut und unterstützen die Bildung blutzuckersenkender Hormone. Dies verringert das Risiko für Diabetes Typ 2.

Antioxidantien in der Kirsche

Die zuvor beschriebenen Anthocyane übernehmen unterschiedlichste Aufgaben. Sie schützen die Pflanzen beispielsweise vor UV-licht und freien Radikalen. Wenn wir, aber auch Tiere, Kirschen verzehren, können wir auf vielerlei Weise von der Wirkung der Farbstoffe profitieren – siehe auch Heidelbeeren-.

In Studien ist dargelegt, dass Anthocyane zu den stärksten Antioxidantien zählen und z. B. gegen Entzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Diabetes, Alzheimer, Parkinson sowie Krebs wirksam sind.

Kirschen und Vitamine

Die Kirschen weisen keinen besonders hohen Vitamingehalt auf, können aber dennoch zur Deckung des Vitaminbedarfs beitragen. Gleichwohl sollte man die Folsäure – dazu später mehr- und das Vitamin C nicht unterschlagen. Das Vitamin C, auch ein starkes Antioxidans, ist für unser Immunsystem und die körpereigene Abwehr sehr wichtig. Es ist auch relevant für Knochen, Knorpel, Zähne und Bindegewebe

Kirschen – gesunder Genuss halten uns jung und schön

In Sachen Anti-Aging sind Kirschen perfekt. Ihr hoher Anteil an Antioxidantien schützt wirksam gegen freie Radikale und damit auch unsere Haut vor Alterungsprozessen. In Verbindung mit dem reichlich enthaltenen Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt im Gewebe reguliert und für straffe Zellen sorgt, sorgen die Antioxidantien dafür, dass schlaffe Konturen der Vergangenheit angehören (wo bekomme ich jetzt Kirschen her?)

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Bald sind sie reif (c)BellsWelt

Kirschen und Kalium

Neben den zuvor beschriebenen Auswirkungen auf unser gutes Aussehen, wirkt Kalium sanft entwässernd. Mit 230 Milligramm Kalium pro 100 Gramm gehören Kirschen definitiv zu den Lebensmitteln, die dem Körper bei der Ausscheidung von Flüssigkeitsansammlungen effektiv helfen.

Kirschen – gesunder Genuss für Schwangere

Das wunderbare Steinobst liefert 27 Mikrogramm Folat pro 100 Gramm. Das B-Vitamin spielt bei der Zellteilung eine wichtige Rolle und ist an vielen Wachstums- und Entwicklungsprozessen im Körper beteiligt. Daher ist eine gute Versorgung insbesondere zu Beginn der Schwangerschaft wichtig, um das Ungeborene vor Missbildungen zu schützen.

Kirschen – gesunder Genuss für Gute Laune

Laut einer spanischen Studie der Universidad de Extremadura in Badajoz sollen die Früchte die Stimmung aufhellen und Ängste lösen können. Bei dem großartigen Geschmack der Kirschen verbessert sich meine Laune auch schlagartig. Verantwortlich dafür sei die enthaltene Aminosäure Tryptophan, die den Abbau von Stresshormonen begünstigt.

Da wir gerade von Glücks Hormonen reden, probiert einmal den Kirsch Tomaten Salat und die Welt ist wieder in Ordnung.

Kirschen - gesunder Genuss - Kirschsalat von BallesWorld - BellsWelt
Kirsch – Tomaten Salat von BallesWorld

Kirschen – gesunder Genuss als Heilpflanze

Die Kirsche wird aufgrund ihrer abführenden, entzündungshemmenden, erfrischenden und harntreibenden Eigenschaften schon seit Menschengedenken als Heilmittel eingesetzt. In der Volksheilkunde spielt der Kirschbaum nach wie vor eine wichtige Rolle (5). So kann man zum Beispiel aus den jungen Blättern und den Blüten des Kirschbaums – oft kombiniert mit Himbeerblättern – einen Tee zubereiten, um den Körper zu entwässern und zu entschlacken. Kirschkernkissen werden als Wärmespender bei Verspannungen und Gelenkschmerzen verwendet.

Der Kirschsaft gilt als wahres Elixier, das bei der Genesung unterstützen kann.

Forscher der University of Vermont fanden heraus, dass sich das Trinken von Sauerkirschsaft vor und nach dem Training sehr positiv auf die Muskulatur auswirkt. Das Muskelkaterrisiko nimmt dadurch stark ab. Wenn es dennoch zu einem Muskelkater kommt, so ist dieser wesentlich schwächer, die Muskulatur erholt sich schneller.

Die Heilwirkungen der Kirsche

In der traditionellen Heilkunde gilt die Kirsche als ein über Jahrhunderte erprobtes Heilmittel, in der Schulmedizin hingegen wird die Studienlage als sehr dürftig bezeichnet.

Im Jahr 2018 haben amerikanische Forscher (6) einige Studien ausgewertet und diese Auswertung ergab, dass Kirschen hilfreich sein können, bei:

  1. oxidativem Stress
  2. Entzündungen
  3. Muskelkater und Leistungsabfall beim Sport
  4. Bluthochdruck
  5. Gicht
  6. Arthritis
  7. Demenz
  8. Schlafstörungen

Genügend Gründe, um Kirschen zu genießen.                                                                                                 

Bleiben oder werden Sie gesund!

  1. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0753332217339963?via%3Dihub
  2. https://www.mdpi.com/2076-3921/8/5/137
  3. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S030881461401677X?via%3Dihub
  4. https://www.cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822(12)00022-X#relatedArticles
  5. https://www.lwf.bayern.de/wissenstransfer/forstliche-informationsarbeit/009132/index.php
  6. https://www.mdpi.com/2072-6643/10/3/368

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