Feigen - uralte Heilpflanze - Feigenbaum- BellsWelt

Feigen – uralte Heilpflanze

Die erstaunlichen Feigen sind saftig, kalorienarm, honigsüß, lecker und gesund. Viele gute Gründe bei den ältesten Früchten der Welt zuzugreifen und die Paradiesfrüchte zu genießen. BellsWelt verrät Ihnen alles Wissenswerte über Feigen, die uralte Heilpflanze.

Herkunft

Die Feige kann als Lebensmittel, aber auch als Heilpflanze, auf eine Jahrtausende lange Geschichte zurückblicken. In vielen Kulturen der Antike, bei den Assyrern, Ägyptern, Griechen, Römern und der gesamten arabischen Welt, kam der Feige schon immer eine besondere Bedeutung zu.

Feigen wurden schon sehr früh gezüchtet. In einem über 11 000 Jahre alten Haus bei Jericho wurden Reste von Feigen gefunden, bei denen sich eindeutig nachweisen ließ, dass sie nicht mehr der ursprünglichen Wildform entsprechen und somit schon damals gezielt gezüchtet wurden. Die Feige gilt daher als die älteste durch Menschen kultivierte Obstsorte und sie fand sogar als erste Pflanze namentliche Erwähnung in der Bibel. Im Alten Testament steht sie für Frieden und Wohlstand und daher auch die Bezeichnung Paradiesfrucht.

Der Feigenbaum selbst wurde von vielen Völkern als heiliger Baum verehrt und galt als Symbol der Sinnesfreuden, der Fruchtbarkeit, des Wohlstands und wurde wie die Feige selbst mit zahlreichen erotischen Aspekten assoziiert. 

Doch ihr wurde neben diesen Attributen auch immer schon eine heilende Wirkung nachgesagt und dies wohl nicht zu Unrecht, steckt sie doch voller wertvoller Vitamine, Ballast- sowie Mineralstoffe und hat darüber hinaus eine antibakterielle wie auch anregende Wirkung. Und somit sind wie dann auch beim eigentlichen Thema.

Feigen - uralte Heilpflanze - Frische Feigen - BellsWelt
Frische Feigen zum Genuss

Feigen – uralte Heilpflanze: Frisch oder getrocknet

Frische Feigen sind äußerst lecker, jedoch nur schwierig zu transportieren und können sehr schnell verderben. Deshalb werden die allermeisten Feigen, die wie viele andere Obstsorten auch in unseren Breitengraden angeboten werden, unreif geerntet, damit sie nicht zu gären beginnen, bevor sie beim Verbraucher ankommen.

Dies hat Auswirkungen auf den Geschmack, denn wer einmal frische Feigen direkt vom Baum genascht hat, weiß, dass sie mit den „frischen“ Feigen aus dem Supermarkt nicht zu vergleichen sind. Der Handel bietet auch „Flugfeigen“ an, diese sind reifer geerntet und somit vom Geschmack um Längen besser. Was das aber umweltpolitisch bedeutet, kann sich jeder denken.

Natürlich haben diese unreif geernteten Früchte zudem nicht den gleich hohen Vitamin-, Mineral- und Nährstoffgehalt wie eine vollreife, direkt vom Baum gepflückte Feige.  

Daher ging man bereits in der Antike dazu über, Feigen zu trocknen, um sie so zu konservieren und als leckeren Proviant überall mit hin nehmen zu können. Heutzutage wird der weitaus größte Teil der weltweiten Feigenproduktion getrocknet. Dies geschieht meist in der direkten Sonne oder in Heißluftöfen. 

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Getrocknete Feigen im Handel

Getrocknete Feigen: Energie pur

Durch das Trocknen und dem damit einhergehenden Entzug von Wasser, steigt der Fruchtzuckergehalt der Feigen auf etwa 60 Prozent an, was zunächst sehr hoch klingt. Doch die Früchte enthalten daher im getrockneten Zustand auch besonders viel Energie und einen sehr hohen Vitamingehalt. 

Getrocknete Feigen haben nicht nur einen der höchsten alkalischen (basischen) Werte unter den Trockenfrüchten, sondern zählen diesbezüglich auch mit zur Spitze unter allen Lebensmitteln. 

Feigen – uralte Heilpflanze und ihre Inhaltsstoffe

Neben einen Wassergehalt von rund 80 %, besitzt die frische Feige auch einen sehr hohen Gehalt an Invertzucker. Zudem enthält die süßlich, mild aromatische Frucht noch:

Zudem sind Feigen reich an Vitamin A und B-Vitaminen. Dank der vielen wertvollen Inhaltsstoffe unterstützen sie insbesondere das Herz, die Nerven, die Knochen sowie Haut, Haare und Nägel. Außerdem fördern sie dank des hohen Fruktose Gehalts die Konzentration und sorgen für Energie; dazu mehr im Folgenden.

Aber, dass vor Gesagte gilt für frische Früchte. Getrocknete Feigen hingegen liefern andere Werte. Eine frische Frucht wiegt im Durchschnitt 60 Gramm, eine getrocknete Feige 10 bis 25 Gramm. Üblicherweise beziehen sich Werteangaben immer auf 100 Gramm. Dadurch hat die getrocknete Frucht um das 3 bis 5fach höhere Werte. Nur ein Beispiel: Vitamin C in der frischen Feige 2,7 Milligramm und im trockenen Zustand 9,9 Milligramm, immer bezogen auf 100 Gramm Frucht.

Da wir gerade über getrocknete Früchte reden; ein tolles Rezept zur Stärkung findet Ihr unter Honig-Zitronen Paste mit Trockenobst.

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Grüne Feigen© BellsWelt

Antioxidantien in der Feige

Feigen enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe die antioxidativ wirken. Sie können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs reduzieren (1).

Wie üblich sind in der Schale der Feige besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Um von diesen positiven Wirkungen im Kampf gegen freie Radikale zu profitieren, sollte die Schale mitgegessen werden.

Und auch getrocknete Feigen enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe: Forscher fanden heraus, dass der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen in frischen und getrockneten Früchten vergleichbar bleibt. Sind also keine frischen Feigen verfügbar, stellen getrocknete Feigen eine gute Alternative dar (2).

  • Sekundäre Pflanzenstoffe sind Bestandteil unserer täglichen Ernährung. Sie sind in Gemüse, Obst, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen sowie Vollkornprodukten enthalten und geben den pflanzlichen Lebensmitteln ihre Farbe. Sie dienen den Pflanzen als Abwehrstoffe gegen Fressfeinde oder mikrobiellen Angriff und wirken darüber hinaus als Wachstumsregulatoren.
  • Freie Radikale sind „unersättliche Halunken“. Im Molekül haben sie einen Arm frei und mit diesem entreißen sie den körpereigenen Molekülen ein Elektron. Diesen Prozess nennt man Oxidation und diese kann langfristig zu Hautalterung, Rheuma, Demenz oder gar Krebs führen.
  • Antioxidantien bekämpfen die Oxidation, indem sie freiwillig ein Elektron abgeben und so die freien Radikalen unschädlich machen.

Feigen – uralte Heilpflanze bei der Verdauung

Wie schon eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Feige um eine Jahrtausende alte Heilpflanze und mittlerweile hat die Wissenschaft begonnen einzelne Wirkungen und Aussagen der Naturheilkunde zu untersuchen. So geschehen auch bei der Verdauung.

Die basische Feige stabilisiert den Säurehaushalt im Darm und versorgt ihn mit reichlich Ballaststoffen. Wenn man Feigen genießt, regt man die Peristaltik (Darmbewegung) an und bringt die Verdauung auf Vordermann. Die kleinen Kerne in der Paradiesfrucht reinigen auf natürliche Weise den Darm.

Als uraltes Hausmittel gegen Verstopfung wendet man Trockenfeigen genauso an wie Dörrpflaumen. Weichen Sie fünf getrocknete Feigen über Nacht in Wasser ein und essen diese am nächsten Morgen vor dem Frühstück. Das Einweichwasser sollte dabei ebenfalls getrunken werden und nicht entsorgt werden. Alternativ können Sie die eingeweichten Feigen mitsamt dem Einweichwasser in den Mixer geben und als Smoothie trinken. Bei hartnäckigen Beschwerden wiederholen Sie dies täglich für die Zeit von zwei bis drei Wochen.

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Reife Feige

Feigen – uralte Heilpflanze bei Bluthochdruck

Die Feige gilt in der traditionellen Medizin als stärkendes Mittel für Herz und Kreislauf. Forscher führen eine positive Wirkung auf den Blutdruck auf die sekundären Pflanzenstoffe in den Feigen zurück. Diese sind, wie weiter oben beschrieben, bekannt dafür, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Womöglich kann der Verzehr von Feigen also dazu beitragen, erhöhten Blutdruck zu senken (3). Das in den Früchten vorhandene Kalium senkt ebenfalls den Blutdruck und unterstützt die Herztätigkeit.

Feigen – uralte Heilpflanze senken den Cholesterinspiegel

Ein erhöhter Cholesterinspiegel gilt als Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Eine Studie an Ratten hat gezeigt, dass nach einer achtwöchigen Zufuhr von Feigen, der LDL-Cholesterin gesenkt und das gute HDL-Cholesterin erhöht wurde. Dies wird auf die sekundären Pflanzenstoffe zurückgeführt, insbesondere auf ein Flavonoid mit dem Namen Rutin.

  • Flavonoide gehören zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe. Sie sind für die Farbgebung der Pflanzen verantwortlich und schützen sie vor schädlichen Umwelteinflüssen.
  • Die meisten Flavonoide haben eine gelbliche Färbung. Hierher rührt auch ihre Namensgebung, denn der Name wurde vom lateinischen Begriff flavus = gelb abgeleitet. Inzwischen sind bis zu 6.500 Verbindungen bekannt, die man abhängig von ihrer Grundstruktur in verschiedene Gruppen eingeteilt hat.

Feigen – uralte Heilpflanze in der Küche

Die Feigensaison ist im Prinzip das ganze Jahr. Feigen müssen grundsätzlich importiert werden. Hauptanbaugebiete sind der Mittelmeerraum, die USA und Brasilien. Das ganze Jahr über ist in einem dieser Länder Erntezeit.

Feigen - uralte Heilpflanze - Feigen im Handel- BellsWelt
Reife Feigen im Handel

Einkauf

Reife Feigen erkennen Sie mit Hilfe des Drucktests. Gibt die Schale auf leichten Druck nach, ist die Frucht reif – matschig sollte sie hingegen nicht sein. Am besten kauft man Feigen nur dann, wenn man sie direkt essen will. Denn im Kühlschrank halten sich Feigen nur einen Tag. Wichtig: Bei der Lagerung sollten die druckempfindlichen Früchte nebeneinander liegen und sich nicht berühren.

Lagern

Feigen schmecken am besten, wenn Sie frisch gegessen werden. Zudem verderben sie rasch, weshalb man sie nicht allzu lange aufbewahren sollte. Ungekühlt halten sich Feigen etwa einen Tag – im Kühlschrank zwei bis drei Tage, wobei sie dort an Aroma verlieren.

Pestizide in Feigen

Feigen enthalten im Vergleich zu anderen Obstsorten relativ wenige Pestizidrückstände (4).

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Getrocknete Feigen© BellsWelt

Getrocknete Feigen

Beim Kauf von getrockneten Feigen sollten Sie darauf achten, dass diese keinen zusätzlichen Zucker enthalten. Durch den hohen Fruchtzuckeranteil ist zusätzlicher Zucker vollkommen überflüssig.

Trockenfrüchte werden manchmal mit Schwefeldioxid (E 220) oder Sulfiten (E 221-E 228) behandelt, um sie länger haltbar zu machen. Bei empfindlichen Menschen kann die Schwefelung zu Kopfschmerzen, Magenproblemen und Übelkeit führen.

Bio-Produkte werden nicht geschwefelt. Dann ist glaube ich klar, was man kaufen sollte.

Zwei Beispiele aus dem großen Fundus bei BallesWorld was man mit Feigen anstellen kann, habe ich auch noch für Euch. Zum einen die Feigentörtchen mit Frischkäse und Pistazien und die karamellisierten Feigen auf Orangen Polenta. Beide Rezepte zum Niederknien.

Feigen – uralte Heilpflanze: Fazit

Ihre reichlich vorhandenen Inhaltsstoffe machen Feigen zu einem großartigen Lebensmittel mit verschiedenen positiven Auswirkungen aus unserer Gesundheit. Sie gelten als gesund für:

  • Das Herz, dank ihres hohen Kalium- und Magnesiumsanteiles. Hierbei die sekundären Pflanzenstoffe mit ihren Antioxidantien nicht zu vergessen.
  • Die Nerven – besonders die B-Vitamine sind hier sehr wichtig.
  • Die Knochen, denn Calcium und Kalium schützen vor Osteoporose
  • Haut, Haare, Nägel
  • Verdauung, aufgrund vieler Ballaststoffe

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