Erdbeeren – leckere Heilpflanzen - Titel - BellsWelt
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Erdbeeren – leckere Heilpflanzen

Erdbeeren, die leckeren Heilpflanzen bringen Farbe in unser Leben, denn sie sind rot wie die Liebe und süß wie die Sünde und stecken voller gesunder Inhaltsstoffe. Erdbeeren gelten seit Jahrtausenden als Heilmittel gegen Leber- und Gallenleiden, Herzerkrankungen, Masern und andere. Erfahren Sie hier alles Wichtige über Erdbeeren – die leckeren Heilpflanzen.

Herkunft

Die Erdbeere wurde bereits in der Steinzeit sehr geschätzt und gehört somit zu den ältesten Süßigkeiten der Menschheit. Man sammelte damals die wilden kleinen Walderdbeeren und im Mittelalter wurden diese schon großflächig angebaut.

Heute genießen wir vorwiegend die Gartenerdbeere. Diese entstand im 18.Jahrhundert durch die Kreuzung der nordamerikanischen Erdbeere und der großfruchtigen Chile-Erdbeere. Die Gartenerdbeere wurde sehr schnell in Europa zur beliebtesten Erdbeere.

Erdbeeren sind keine Beeren

Erdbeeren gehören laut Wikipedia zur Familie der Rosengewächse. Aus botanischer Sicht ist die Erdbeere keine Beere, sondern eine Sammelfrucht und gehören zur gleichen Familie wie Äpfel, Birnen und Pflaumen.

Erdbeeren – leckere Heilpflanzen - Nüsschen - BellsWelt
Nüsschen ©BellsWelt

Die eigentlichen Früchte sind die winzigen gelben Nüsschen auf der roten „Beere“. Der rote und fleischige Teil der Erdbeere, ist in Wirklichkeit nur die verdickte Blütenachse, auf der sich die Nüsschen befinden. Wenn nur alle Blütenachsen so lecker wären.

Zum Nachdenken

Gestattet mir an dieser Stelle eine Zwischenbemerkung die direkt nichts mit der Heilpflanze Erdbeere zutun hat.

Laut Vermarktungsordnung der EU müssen Erdbeeren für den Verkauf mindestens 18 mm groß sein. Für die Kategorie „Extra“ müssen sie über 25 mm groß sein. Teilweise werden vom Handel sogar 30 mm verlangt. Dieser Umstand und die Konkurrenz aus dem Ausland führen dazu, dass jährlich in Deutschland mehrere tausend Tonnen Erdbeeren nicht geerntet werden (1).

Erdbeeren – leckere Heilpflanzen - Erdbeeren am Strauch - BellsWelt
Bleiben wir klein, müssen wir verrotten

Erdbeeren – leckere Heilpflanzen und ihre Inhaltsstoffe

Die beliebten Erdbeeren bestehen zu 90% aus Wasser. Die restlichen 10 Prozent haben es in sich. Denn 100 Gramm Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als Orangen (59 mg zu 50 mg).

Mit nur gerade mal 170 Gramm kann demnach ein Erwachsener, den von der DGE empfohlenen Tagesbedarf in seiner Gänze decken (2).

Aber damit nicht genug: Erdbeeren beinhalten noch weitere Vitamine und Mineralstoffe in relevanten Mengen.

Die Erdbeeren und ihre sekundären Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind Farb-, Duft- und Aromastoffe in Pflanzen. Sie haben Aufgaben wie etwa das Anlocken von Insekten und das Abwehren von Schädlingen. Enthalten sind sekundäre Pflanzenstoffe in Gemüse, Obst, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen sowie Vollkornprodukten.

Sie schützen möglicherweise vor verschiedenen Krebsarten und vermitteln vaskuläre Effekte wie eine Erweiterung der Blutgefäße und eine Absenkung des Blutdrucks. Weiterhin entfalten sekundäre Pflanzenstoffe neurologische, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkungen.

Das wundervolle leuchtende Rot der Erdbeeren entsteht durch einen sehr wichtigen sekundären Pflanzenstoff: Anthocyane. Der Inhalt von Anthocyan in den Beeren steigt mit zunehmender Reifung der Erdbeeren, je röter desto mehr.

Erdbeeren – leckere Heilpflanzen - Erdbeeren- BellsWelt
Erdbeeren

Erdbeeren – leckere Heilpflanzen und ihre Antioxidantien

Kommen wir zu einem meiner Lieblingsthemen, den Antioxidantien. Antioxidantien bieten Schutz gegen sogenannte „freie Radikale“. Diese freien Radikale werden zum einen vom Körper selbst während verschiedener Stoffwechselprozesse gebildet, zum anderen entstehen sie durch schädliche äußere Einflüsse wie Zigarettenrauch, Umweltgifte oder UV-Strahlung der Sonne.

In den Industrieländern ist Übergewicht ein großes Thema. Mit Übergewicht verbunden ist sogenannter oxidativer Stress. Oxidativer Stress ist ein Zustand des Stoffwechsels, bei dem ein Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und Radikalenfängern, den Antioxidantien, besteht. Dieses Ungleichgewicht ist bei übergewichtigen Menschen sehr viel ausgeprägter als bei normalgewichtigen. Studien belegen, dass der Antioxidationsspiegel nach dem Verzehr von Erdbeeren steigt. Diese Studie wurde nicht mit frischen, sondern mit gefriergetrockneten Früchten*) durchgeführt. 

Eine weitere Studie hat gezeigt, dass in den Nüsschen der Erdbeeren rund 40 Prozent der vorhandenen Antioxidantien stecken. Es ist daher nicht angezeigt, bei der Herstellung von Marmelade oder Erdbeermus die Früchte durch ein Sieb zu streichen und die Antioxidantien in den Müll zu entsorgen (3).

Erdbeeren senken den Cholesterinspiegel

Der Genuss von Erdbeeren führt laut einer US-amerikanischen Studie zu einer Senkung des Cholesterinspiegels. Durch die Senkung des Cholesterinspiegels wird das Risiko für Folgeerkrankungen wie Diabetes reduziert. Menschen mit Übergewicht sollten daher besser auf Chips und Co verzichten und lieber die roten Früchte genießen (4). Ein großartiges Beispiel findet Ihr unter frischer Fruchtsalat mit Dip.

Erdbeeren – leckere Heilpflanzen - Pure Gesundheit, voller Geschmack - BellsWelt
Pure Gesundheit, voller Geschmack ©BellsWelt

Erdbeeren – leckere Heilpflanzen und die Insulinempfindlichkeit

Bei einer Insulinresistenz reagieren die Zellen nicht mehr so gut auf Insulin, wodurch der Blutzuckerspiegel steigt. Insulin ist ein wichtiges Hormon für den Stoffwechsel im menschlichen Körper. Es dient vor allem dazu, Traubenzucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen zu schleusen. Dort werden die Zuckermoleküle zur Energiegewinnung benötigt.

Eine kalifornische Studie hat belegt, dass die Insulinempfindlichkeit mit Hilfe von Erdbeeren bei Menschen mit Insulinresistenz verbessert werden kann. Die Wirkung wurde auf die Anthocyane (sekundärer Pflanzenstoff) zurückgeführt (5).

Erdbeeren und unsere Herzgesundheit

Immer noch sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den Industrieländern die mit großem Abstand häufigste Todesursache. Laut Studien helfen Erdbeeren dabei, Risikofaktoren wie einem zu hohen Blutzuckerspiegel und Blutdruck entgegenzuwirken und das Herz zu erhalten. Die Forscher schreiben diese Wirkung vordergründig den Anthocyanen zu, da diese den Blutdruck senken und den Blutgefäßen zu mehr Elastizität verhelfen. Drei Portionen Erdbeeren a 240 Gramm oder Blaubeeren pro Woche würden schon ausreichen, um das Herz zu schützen. Lasst uns Beeren essen!

Erdbeeren und unser Gedächtnis

Jetzt habe ich vergessen, worüber ich schreiben wollte, 😉; Scherz beiseite. Schwedische Forscher haben herausgefunden, dass sich die kognitiven Fähigkeiten älterer Menschen verbessern, wenn sie regelmäßig ein Erdbeergetränk zu sich nehmen.

Was versteht man unter kognitiven Fähigkeiten? Kognition ist geistige Wahrnehmung. Die kognitiven Fähigkeiten des Menschen beschreiben seine Fähigkeit Signale aus der Umwelt wahrzunehmen und weiterzuverarbeiten.

Die schwedischen Wissenschaftler gaben an, dass mit Hilfe von Beeren dem Abbau kognitiver Fähigkeiten entgegengewirkt werden könne (6).

Erdbeeren – die leckeren Heilpflanzen mindern Entzündungen und Schmerzen

Die Anthocyane in Erdbeeren, aber auch in anderen Beeren, haben wichtige antientzündliche Eigenschaften und können bei chronisch entzündlichen Erkrankungen sogar als ergänzende Therapie angesehen werden. Dies wurde im Jahr 2017 durch ein internationales Forscherteam bestätigt (7).

Erdbeeren und der Wunsch abzunehmen

Die roten Erdbeeren sind im Sommer eine großartige Alternative, um die Lust auf Süßes zu stillen. Die Früchte sind mit 32 Kilokalorien pro 100 Gramm absolut Figur freundlich! Zudem liefern sie Vitamin C, sekundäre Pflanzenstoffe und Folsäure. Damit die Nascherei nicht zur Sünde wird, besser pur und nicht mit Schlagsahne oder Eiscreme genießen! Schade😉.

nzen - Erdbeerbecher - BellsWelt
Erdbeerbecher ©BellsWelt

Erdbeeren – leckere Heilpflanzen in der Küche

Setzen Sie auf regional angebaute (Bio-)Erdbeeren. Aus dem Ausland importiert, sind Erdbeeren zwar auch außerhalb der Saison im Supermarkt erhältlich. Damit die Früchte lange Transportwege gut überstehen, müssen aber im Vorfeld oft mehr Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, sodass die Pestizidbelastung bei importierter Ware höher sein kann als bei regional angebauten Erdbeeren. Zudem verlieren die Früchte an Aroma, je mehr Zeit zwischen Ernte und Verzehr liegt. Viele Bauern bieten auf ihren Feldern Selbstpflücken an – hier können Sie sicher sein, dass die Erdbeeren noch ihr volles Aroma haben.

Erdbeeren – leckere Heilpflanzen - Nachtisch mit Erdbeeren - BellsWelt
Nachtisch mit Erdbeeren ©BellsWelt

Erdbeeren – leckere Heilpflanzen: Fazit

Erdbeeren sind gesund, da sie beinahe alle Vitamine, wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, wie Mangan, Eisen und Kalium, enthalten. Außerdem punktet die Erdbeere mit einem hohen Folatgehalt.

Eine Erdbeere besteht fast zu 90 Prozent aus Wasser und hat daher einen geringen Brennwert von nur 32 Kilokalorien pro 100 Gramm. Darüber hinaus sind sie wahre Vitamin-C-Bomben und toppen sogar den Vitamin C-Gehalt von Orangen.

Dank der enthaltenen Ballaststoffe und des niedrigen Glykämischen Indexes kann der Genuss von Erdbeeren vor Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht schützen.

Erdbeeren sind reich an Pflanzenfarbstoffen, die antioxidativ wirken. Sie dienen dem Zellschutz, können den Blutdruck senken und eine Herz-Kreislauf-Erkrankung vorbeugen.

Lange Rede, kurzer Sinn: lasst uns Erdbeeren und andere Beeren genießen.

Erdbeeren – leckere Heilpflanzen - Erdbeeren im Handel - BellsWelt
Erdbeeren im Handel

  1. https://taz.de/Lebensmittelverschwendung-bei-Erdbeeren/!5616887/
  2. DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vitamin-c/#:~:text=Bei%20m%C3%A4nnlichen%2015%2D%20bis%20unter,mg%20pro%20Tag%20f%C3%BCr%20Frauen.
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4964479/
  4. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22068016/
  5. https://academic.oup.com/jn/article/143/4/430/4571545
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5687726/
  7. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29277228/

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