Eines der besten Blattgemüse - Spinat

Eines der besten Blattgemüse – Spinat

Popeye ist sicher allen bekannt und es gibt niemanden auf der ganzen Welt, der den Spinat so bekannt gemacht hat, wie er. Der sympathische Matrose wurde 1929 von dem Zeichner Segar zum Leben erweckt und begeistert Generationen von Kindern und Comic-Fans auf der ganzen Welt.

Sein besonderes Markenzeichen ist, dass er büchsenweise Spinat in sich hineinschüttet, da dieser ihm überirdische Kräfte verleiht. Eines der besten Blattgemüse-Spinat. Ist Spinat wirklich so kraftspendend und gesund?

Ich will die Antwort vorwegnehmen: JA!

Spinat besteht zu 91% aus Wasser und ist deshalb sehr kalorienarm 😉. Gleichzeitig strotzt er nur so vor Nährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.  Er enthält viele Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. Nitrat stärkt die Muskeln (Popeye), wirkt entzündungshemmend und erweitert die Blutgefäße. Vitamin C ist ein Antioxidans und stärkt unser Immunsystem. Folsäure regelt den Stoffwechsel und Eisen regelt die Sauerstoffversorgung im Körper.

Spinat gibt es nicht erst seit Popeye, sondern schon seit Jahrhunderten wird er auch als Heilpflanze genutzt, aber der Matrose hat den Spinatkonsum bei Kindern unbestritten gefördert.

Vom wilden Spinat zur Kulturpflanze

Die genaue Herkunft von Spinat ist nicht bekannt, man vermutet das ein Vorläufer des uns bekannten Spinates in Persien kultiviert und im 9. Jahrhundert von den Arabern nach Spanien gebracht wurde. Von dort eroberte er in den kommenden Jahrhunderten Europa und ist mittlerweile nicht mehr aus der Küche wegzudenken.

Wenn Gerichte Spinat enthalten, werden sie des Öfteren mit „Florentiner Art“ bezeichnet. Dieser Ausdruck wird auf Caterina de’ Medici zurückgeführt, die den Spinat über alles liebte und als die Mutter der französischen Kochkunst gilt. Als die gebürtige Florentinerin im Jahr 1547, also im Zeitalter der Renaissance, den französischen König Heinrich II. heiratete, brachte sie ihre Köche mit, die den Spinat auf vielfältigste Weise zubereiten konnten. Sie verfügte sogar, dass Spinat zu jeder Mahlzeit serviert werden sollte. (Willi Winkler, Mythen in der Wissenschaft: Die große Spinat-Verschwörung, Süddeutsche Zeitung, August 2010)

Heute wird Spinat weltweit, mit Ausnahme der Tropen, als Gemüsepflanze angebaut.

Was ist beim Spinatkauf zu beachten?

Spinat kann man ganzjährig in jedem Supermarkt, frisch oder gefroren, kaufen. Zur Saison auch in Hofläden beim Bauern des Vertrauens.

Dabei besteht grundsätzlich die Auswahl zwischen dem zarten Frühlings- und Sommerspinat, der zwischen März und Mai Saison hat und dem größeren und kräftigeren Herbst- und Winterspinat, der von September bis November geerntet wird. 

Unterscheidungen gibt es beim Spinat noch zu beachten.

  • Blattspinat besteht in der Regel aus recht großen Blättern. Er ist frisch und gefroren erhältlich.
  • Babyspinat ist besonders zart und kann sowohl frisch als auch gefroren gekauft werden.
  • Wurzelspinat ist frisch und wird mit der Wurzel angeboten. Wurzelspinat wird maschinell geerntet und Blatt- sowie Babyspinat werden aufwendig von Hand gepflückt.
  • Rahmspinat ist zerkleinerten Spinat, dem Sahne zugesetzt wurde – somit ist er für Veganer und für Menschen mit einer Lactoseintoleranz ungeeignet.

Achten Sie beim Kauf von frischem Spinat darauf, dass die Blätter grün und frisch aussehen.

Haltbarkeit und Lagerung von Spinat

Jahr für Jahr werden Frischgemüse auf Pestizide und andere Chemikalien untersucht und jedes Jahr werden mit Pestiziden belastete Gemüse gefunden. Blattgemüse, also auch Spinat, gehören zu den Gemüsen mit den größten Rückständen.

Eines der besten Blattgemüse – Spinat; ein regionales Superfood der Extraklasse, sie erhalten allgemeine Informationen über den Spinat, sie erfahren welche großartigen und gesunden Inhaltsstoffe sich in dem Spinat verstecken und bei welchen Beschwerden er helfen kann Haltbarkeit und Lagerung von Spinat-Er&Ge

Vorgewaschener Spinat ist eine Bakterienschleuder, weil die Spinatblätter nicht glatt sind und den Bakterien viele „Verstecke“ bieten. Durch das anschließende Verpacken macht man es den Bakterien noch richtig „gemütlich“. Wenn Sie nun dennoch auf vorgewaschenen und verpackten Spinat nicht verzichten möchten, sollten Sie unbedingt ein paar Tipps beherzigen:

  • Eingeschweißter Spinat sollte nur einen Tag im Kühlschrank gelagert werden.
  • Waschen Sie den Spinat erst unmittelbar vor dem Verzehr sehr gründlich unter fließendem Wasser.
  • Eine aufgeblähte Verpackung oder ein saurer Geruch zeigen, dass der Spinat nicht mehr gegessen werden kann.

Es ist anzuraten, frischen und unverpackten Spinat in Bio-Qualität zu kaufen.

Frischer Spinat ist im Gemüsefach des Kühlschranks etwa zwei bis fünf Tage lang haltbar. Am besten wickelt man die Blätter in ein feuchtes Küchentuch ein, damit sie nicht austrocknen.

Kann man Spinat wieder aufwärmen? Ja. Beachten sollte man aber, dass Spinat nicht zu lange warmgehalten werden sollte, da Wärme die Entstehung von Nitrit begünstigen kann. Deshalb gilt: Spinat immer zügig aufwärmen, schnell wieder abkühlen lassen und Reste für höchstens einen Tag im Kühlschrank lagern. Kleine Kinder sollten keinen aufgewärmten Spinat essen.

Darf man Spinat einfrieren? 

Frischen Spinat kann man nach kurzem Blanchieren und Abschrecken problemlos einfrieren und für etwa zehn Monate lagern. Handelt es sich aber um Tiefkühlspinat, ist erneutes Einfrieren nicht empfehlenswert. Auch wenn Wiedereinfrieren als unproblematisch gilt, solange Lebensmittel vor dem Verzehr erhitzt werden, ist es eine ratsame generelle Vorsichtsmaßnahme, einmal aufgetaute Lebensmittel nicht wieder einzufrieren.

Wie bereite ich Spinat zu?

Frischer Spinat sollte vor der Zubereitung gründlich gewaschen werden, aber nicht im Wasser liegenbleiben, um die Nährstoffe nicht heraus zu schwemmen. Die Stiele schneidet man am besten ab. 

Gefrorener Spinat kann ohne vorheriges Auftauen direkt im Kochtopf erwärmt werden. Dies reduziert auch das Risiko der Keimentwicklung. Einmal aufgetauter Spinat sollte schnellstmöglich verarbeitet und verzehrt werden. 

Der Spinat als Heilpflanze

Spinat als Heilpflanze? Ist das richtig? Ja, schon seit Jahrhunderten werden dem Gemüse positive Effekte auf die Gesundheit zugeschrieben.

Gekochte Blätter können gegen Blähungen helfen. Auch bei Durchfall gilt Spinat als Schonkost. Ein schönes Rezept „Spinat hilft bei Verdauungsproblemen“ finden sie hier.

Spinatsamen werden als Abführmittel eingesetzt.

Spinat als Alleskönner? Ja, verschiedene Studien haben belegt, dass Spinat, aufgrund seiner Nährstoffzusammensetzung, die Gesundheit über das übliche Maß hinaus fördert. Mehr als 100 nachgewiesene Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe spielen harmonisch zusammen, entfalten dabei eine antioxidative und entzündungshemmende Kraft und wirken u. a. Leiden wie Unterzuckerung, Fettleibigkeit, Fettstoffwechselstörungen, Depressionen sowie Krebs entgegen.

Inhaltsstoffe im Spinat

Der Spinat ist wie jedes andere Gemüse sehr kalorienarm. Alle die bewusst auf die Kalorien achten werden sich freuen: 17 kcal pro 100 Gramm Gemüse sind schon prima, solange man den Spinat nicht mit Butter, Sahne oder anderen Kalorienbomben zuschüttet.

Vitamine werden im Spinat großgeschrieben. Er ist unter anderem eine grandiose Quelle für Betacarotin, Vitamin K, Vitamin C und Vitamin B2.

Ähnlich gut sieht es mit dem Mineralstoffgehalt von Spinat aus. Ob Natrium, Kalium, Magnesium, Eisen oder Kupfer und Mangan, alle wichtigen Mineralstoffe sind in durchaus relevanten Mengen vertreten.

Oxalsäure im Spinat

Dass Oxalsäure die Aufnahme des Eisens im Spinat erschwert, ist nicht ihr einziger Nachteil: Sie bindet nicht nur Eisen, sondern auch Kalzium, weshalb sie bei übermäßigem Verzehr die Zähne und Knochen schädigen kann. 

Im schlimmsten Fall können aus der Verbindung von Oxalsäure und körpereigenem Kalzium Ablagerungen im Körper entstehen, die sich zu Nieren- oder Blasensteinen entwickeln. 

Betroffen sind hiervon vor allem Menschen mit einer entsprechenden Vorerkrankung. Außer bei Menschen mit Nierenproblemen ist auch bei Gicht, Osteoporose, Rheuma oder Arthritis besondere Vorsicht in Bezug auf Oxalsäure geboten. 

Der Verzehr von Spinat in Verbindung mit Milch oder Milchprodukten wie Sahne, Crème fraîche oder Käse kann helfen, den Effekt der Oxalsäure auf das körpereigene Kalzium zu verringern, da das in der Milch enthaltene Kalzium die Oxalsäure bereits beim Kochen neutralisiert.

Nitrat im Spinat

Aufgrund seines hohen Nitratgehalts wird Spinat so manche gesundheitsschädigende Wirkung nachgesagt. Eine grundsätzliche Warnung vor Spinat ist jedoch nicht angebracht.

Beim Anbau von Spinat in entsprechend gedüngten Böden nimmt die Pflanze daraus Nitrat auf. Im Körper oder bei der Verarbeitung des Spinats kann das zunächst harmlose Nitrat zu Nitrit und anschließend möglicherweise in Nitrosamine umgewandelt werden. Von diesem Stoff nimmt man an, dass er bei regelmäßigem Verzehr Krebs auslösen kann. 

Das ist allerdings kein Grund, von nun an auf Spinat zu verzichten, denn dass überhaupt Nitrosamine entstehen, konnte bei Menschen bislang nicht nachgewiesen werden.

Und wie so oft macht auch hier die Menge das Gift. In verschiedenen Studien wird dargelegt, dass eine nitratreiche Ernährung den Blutdruck senken kann. Darum gibt es eine allgemeine Empfehlung, dass Erwachsene nur einmal die Woche Spinat essen sollen. Und da wir nicht Popeye sind und die abwechslungsreiche Ernährung lieben, dürfte dies kein Problem sein.

Eines der besten Blattgemüse – Spinat: Fazit

Spinat ist eine wunderbare Quelle für Betacarotin

Betacarotin ist nicht nur als Vorstufe von Vitamin A, sondern auch als Radikalenfänger sehr wichtig. Bei den freien Radikalen handelt es sich um aggressive Sauerstoffverbindungen, die ständig im Körper entstehen und Zellen schädigen können. Aufgrund seiner antioxidativen Kraft ist Betacarotin ein großartiger Radikalenfänger.

Spinat ist gesund für die Augen

Außerdem ist Spinat reich an den beiden Carotinoiden Lutein und Zeaxanthin, welche die Gesundheit der Augen fördern können. Die Carotinoide sollen vor Augenschäden, die durch Sonnenlicht verursacht werden, schützen und diese reduzieren.

Spinat für Herz und Kreislauf

Weiter enthält Spinat zahlreiche Antioxidantien und andere Inhaltsstoffe, welche das Wachstum von Krebszellen unterdrücken können. Das in Spinat enthaltene Nitrat hilft dabei, den Blutdruck zu regulieren. Dadurch wird die Gesundheit des Herzens gefördert und das Risiko für Herzerkrankungen gesenkt. Eines der besten Blattgemüse eignet sich perfekt für die DASH-Diät.

Antioxidantien in Spinat

Spinat hat einige gesundheitsförderliche Eigenschaften. So hilft das Gemüse zum Beispiel dabei, oxidativen Stress zu reduzieren. Die in Spinat enthaltenen Antioxidantien schützen vor Alterung und helfen, das Risiko für Diabetes und Krebserkrankungen zu reduzieren.

Ballaststoffe im Spinat

Er enthält viele nicht lösliche Ballaststoffe, welche die Verdauung fördern. Spinat ist gesund und enthält zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Spinat nicht nur Popeye, sondern auch uns stark für viele gesundheitliche Belastungen machen kann.

Das Beste aber ist, Spinat schmeckt nicht wie Medizin, sondern großartig. Großartig macht er sich auch in dem Gericht „Veganer Spinat Reis Auflauf“. 

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